«In der Nanowelt gelten ganz andere Gesetze als in der Makrowelt. Die wollen wir erforschen und uns zu Nutze machen.»

Prof. Christoph Gerber, SNI-Vizedirektor und Kavli-Preisträger

schweizer kreuz

Mithilfe eines Rasterkraftmikroskops wurden Brom-Atome auf einer Natriumchlorid-Oberfläche zu einem winzigen Schweizer Kreuz (Grösse 5,6 nm) angeordnet. Die Struktur ist bei Raumtemperatur stabil und entstand durch den Austausch von Chlor- mit Brom-Atomen. (Bild: Universität Basel, Departement Physik)

Die Nanowissenschaften beschäftigen sich mit Objekten, die nur wenige Nanometer gross sind. Diese Objekte bestehen typischerweise aus nur einigen Atomen und Molekülen.

In dieser Welt des Nanometers herrschen andere Gesetze als in der uns bekannten und vertrauten Makrowelt. Nanowissenschaftlerinnen und Nanowissenschaftlern gehen diesen Gesetzen auf den Grund. In zahlreichen Fällen dient die Natur als Vorbild, da dort das Zusammenspiel einzelner Moleküle und Atome perfekt aufeinander eingespielt ist.

In der Grössenordnung des Nanometers spielen sowohl physikalische wie auch chemische und biologische Fragestellungen eine wichtige Rolle. Bei der nanowissenschaftlichen Forschung lösen sich allerdings die Grenzen zwischen den klassischen Disziplinen auf.  Nur eine enge Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams kann hier zum Erfolg führen. Somit arbeiten Physiker, Biologen, Chemiker, und auch Materialwissenschaftler, Mediziner, und Computertechnologe Hand in Hand, um die Nanowissenschaften und die Anwendungen in der Nanotechnologie voranzutreiben.

In den vergangenen Jahren sind dabei bereits wichtige technische Errungenschaften aus den Nanowissenschaften und der Nanotechnologie hervor gegangen. Die möglichen Anwendungen sind enorm vielfältig. Aus diesem Grund wird die Nanotechnologie häufig auch als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts bezeichnet.