«In den Nanowissenschaften verschmelzen die klassischen Disziplinen. Interdisziplinäre Zusammenarbeit ist daher eine Grundlage des Erfolgs.»

Prof. Dr. Christian Schönenberger, SNI-Direktor

Innerhalb des Swiss Nanoscience Institute (SNI) konzentriert sich die nanowissenschaftliche Forschung auf Bereiche, die Impulse für Lebenswissenschaften, Nachhaltigkeit, Informations- und AusgewŠhlt Swissnano

Kommunikationstechnologien geben können. Es gilt, den Nanometerbereich zu erforschen und neue wegweisende Prinzipien zu erkennen und anzuwenden. Die Forschenden tauchen dabei in die Welt einzelner Atome und Moleküle ein. Auf dieser Ebene verschmelzen die klassischen Disziplinen Physik, Biologie und Chemie. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Wissenschaftszweige und Institutionen ist daher am SNI zentraler Bestandteil der täglichen Arbeit.

Grundlagenwissenschaften bilden die Basis der Forschungsarbeit am SNI. Neben den verschiedenen Projekten, die im Rahmen der Doktorandenschule gefördert werden, unterstützt das SNI auch die grundlagenwissenschaftliche Forschung der beiden Argovia-Professoren Roderick Lim und Martino Poggio. Beide tragen mit ihren Forschungserfolgen in der Nanobiologie und Nanotechnologie zum hervorragenden internationalen Ansehen des SNI bei. Seit 2015 fördert das SNI auch Professor Jan Pieter Abrahams, der mit seinen Teams am Biozentrum in Basel und am PSI die dreidimensionale Struktur von Proteinen untersucht. Daneben unterstützt das SNI drei Titularprofessoren. Professor Thomas Jung lehrt und forscht am Departement für Physik der Universität Basel und leitet ein Team am PSI. Die beiden Professoren Frithjof Nolting und Michel Kenzelmann haben ebenfalls Lehraufträge am Departement Physik der Universität Basel und sind mit ihren Forschungsgruppen am PSI aktiv.

Mit starkem Bezug zur Anwendung
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Schon seit seiner Gründung hat das SNI grossen Wert auf den Transfer von wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Industrie gelegt. Um diesen Prozess zu unterstützen, startet das SNI jährlich einen Call für angewandte Forschungsprojekte. In diesem «Nano-Argovia» genannten Programm werden jährlich etwa zehn Projekte mit einem Gesamtbudget von etwa 1.5 Millionen aus den verschiedensten Bereichen der Nanotechnologie in enger Zusammenarbeit mit Industrieunternehmen aus der Nordwestschweiz gefördert. Das SNI schlägt mit dem Nano-Argovia-Programm eine wichtige Brücke zwischen Forschung und Anwendung. In mehren Fällen haben die Zusammenarbeiten zu KTI- oder anderen Nachfolge-Projekten geführt.