«Wir haben ARTIDIS gegründet, weil die ARTIDIS™ Plattform ein nanotechnologisches Werkzeug ist, dass die Krebsdiagnostik in der Klinik revolutionieren kann.»

Prof. Dr. Roderick Lim, Argovia-Professor und Co-Gründer von ARTIDIS

Das Swiss Nanoscience Institute unterstützt den Wissens- und Technologietransfer zwischen Hochschule und Industrie auf breiter Ebene. Im Nano-Argovia-Programm beispielsweise arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler akademischer Institutionen eng mit Partnern aus der Industrie zusammen. Unter dem Stichwort «Technologietransfer» stellen wir einige der Erfolgsgeschichten aus diesem Programm vor.

Aus dem Nano-Argovia-Programm und anderen SNI-Projekten sind bereits zahlreiche Patente hervorgegangen. Neben der Patentierung von Erfindungen kann auch die Gründung einer spin-off-Firma eine sinnvolle Option sein.

Einige SNI-Mitglieder haben diesen Schritt bereits gewagt. Argovia-Professor Dr. Roderick Lim von der Universität Basel hat beispielsweise zusammen mit engen Mitarbeitern die Firma ARTIDIS gegründet, um die ARTIDIS™ Plattform, ein Rasterkraftmikroskop zur Krebsanalyse, zu vermarkten. Dipl.-Ing. Ralf Schumacher, ehemals Fachhochschule Nordwestschweiz und SNI-MItglied, gründete zusammen mit Kollegen die Firma Mimedis AG, um individualisierte, patientenfreundliche Knochenimplantate und Adapter für künstliche Gelenke herzustellen.

Georg-H.-Endress-Professor Dr. Patrick Maletinsky und Dr. Matthieu Munsch von der Universität Basel sind die Gründer von Qnami, einem Start-up-Unternehmen, das Quantensensoren für die Rasterkraftmikroskopie entwickelt (Porträt über Qnami). Im März 2019 gründete der ehemalige Nano-Student Thomas Stohler zusammen mit Silvan Häfele das Startup NUONEX, um ein Gerät zur optimalen Probenvorbereitung für die Kryo-Elektronenmikroskopie auf den Markt zu bringen (Portrait über NUONEX). Die Grundlage für das im Juni 2019 gegründete Start-up ELDICO Scientific wurde in dem Nano-Argovia-Projekt A3EDPI gelegt. Die junge Firma wird ein Elektronenbeugungs-Messgerät (Elektronendiffraktometer) auf den Markt bringen, mit dem sich die räumliche Struktur von nanoskaligen Materialien bestimmen lässt.

Haben Sie auch ein Gerät entwickelt oder ein Verfahren erfunden, für das sich eventuell eine Vermarktung lohnen könnte? Die Universität Basel besitzt ein Innovation-Office, das Ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Das Innovation Office koordiniert die verschiedenen Support-Angebote für Innovationsprojekte und Spin-Offs der Universität Basel und schafft Kanäle zwischen der Universität, der Privatwirtschaft und anderen Partnern, wie Unitectra. Auch das Hightech Zentrum des Kanton Aargau bietet Beratung für Mitglieder des SNI Netzwerks an (HighTech Zentrum Aargau). Vielleicht ist auch eine Beteiligung bei der Swiss Startup Challenge für Sie attraktiv?