Tanzende Moleküle

Wenn Cycloalkane in nanometergrosse Poren eingeschlossen werden, passen sie ihre Form an – ähnlich wie beim induced fit concept aus der Biochemie beschrieben. Die Moleküle verhalten sich dabei nicht alle gleich. Bei zunehmendem Platzmangel und tiefen Temperaturen unter 5K beginnen sich die Moleküle überraschender Weise zu bewegen.

Forschende aus dem SNI-Netzwerk um Professor Thomas Jung vom Departement Physik der Universität Basel und vom Paul Scherrer Institut haben dies anhand rastertunnelmikroskopischer Bilder belegt. «Wenn wir die Poren mit immer mehr Molekülen befüllen, machen sich die Moleküle zunächst durch Formveränderungen gegenseitig Platz», beschreibt Dr. Aisha Ahsan, wissenschaftliche Mitarbeiterin im Jung-Team und Erstautorin der Publikation. «Wenn es noch enger wird und wir die Untersuchungen bei tiefen Temperaturen durchführen, beginnen die Moleküle dann irgendwann zu tanzen.» Die Forschenden haben diese Ergebnisse in dem Wissenschaftsjournal The Journal of Physical Chemistry Letters publiziert.

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