Herzlichen Glückwunsch an Stefan Willitsch

Prof. Dr. Stefan Willitsch. (Foto: Universität Basel, Departement Chemie)

Prof. Dr. Stefan Willitsch vom Departement Chemie hat vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF)  einen hochdotierten SNSF Advanced Grant bekommen.

Mit den SNSF Advanced Grants unterstützt der SNF führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in der Schweiz, die in ihrer Forschung unkonventionelle und oft auch risikoreiche Wege beschreiten, um neue Erkenntnisse zu erlangen. Die ausgezeichneten Projekte werden über einen Zeitraum von fünf Jahren mit jeweils über zwei Millionen Franken finanziert. 

Die SNSF Advanced Grants wurden 2021 lanciert, um für Forschende an Schweizer Institutionen einen Ersatz zu den ERC Advanced Grants zu schaffen, für die sie sich zurzeit nicht bewerben können, da die Schweiz beim EU-Forschungsprogramm «Horizon Europe» nur noch als nicht-assoziierter Drittstaat gilt.

Steuerung chemischer Reaktionen mittels Quantenlogik
Der Chemiker Prof. Stefan Willitsch wird im Rahmen seines Projekts untersuchen, wie sich Ansätze aus der Quantenlogik nutzen lassen, um Kollisionen von Molekülen zu untersuchen und die Dynamik chemischer Reaktionen zu entschlüsseln.

Die Entwicklung von experimentellen Verfahren, mit denen sich einzelne, isolierte Quantensysteme kontrollieren und manipulieren lassen, ist in den letzten Jahren weit fortgeschritten. Solche Methoden sind auch für die chemische Forschung höchst attraktiv, jedoch stecken die entsprechenden Technologien für komplexe Quantensysteme wie Moleküle noch in den Kinderschuhen.

Willitschs Ziel ist es, die Bereiche der Quantenwissenschaft und der chemischen Dynamik zusammenzuführen. Damit möchte er neue Möglichkeiten eröffnen, mit denen sich Kollisionen zwischen Molekülen sowie chemische Reaktionen erforschen lassen, und zugleich eine breite Palette molekularer Systeme für Anwendungen in den Quantenwissenschaften verfügbar machen.

Stefan Willitsch ist seit 2008 Professor am Departement Chemie der Universität Basel und langjähriges SNI-Mitglied.

Basierend auf einer Meldung der Universität Basel.