Editorial

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe SNI-Interessierte

Das zweite Jahr, in dem das Corona-Virus die Welt regiert, geht zu Ende. Inzwischen haben wir uns an viele Dinge gewöhnt und durchaus auch positive Aspekte schätzen gelernt. Tage im Homeoffice lassen uns oft entspannter und produktiver arbeiten und manches Meeting läuft über Zoom effektiver ab. Dank der Impfung standen zum Glück viele Türen aber auch wieder offen. Wir konnten vor Ort zu Meetings zusammenkommen, trafen uns wieder auf den Fluren und hatten Studierende im Hörsaal vor uns sitzen.

Auch im SNI-Netzwerk waren in den letzten Monaten Veranstaltungen wieder möglich. Wie schön war es, so viele alt bekannte und auch neue Gesichter beim Annual Event auf der Lenzerheide oder beim Nano-Tech Apéro in Egerkingen zu sehen. Unseren Outreach- und Studienkoordinationsteams war es wieder möglich an Schulen und auf Messen zu gehen, um über Nanowissenschaften zu informieren sowie Schülerinnen und Schüler für das Studium zu interessieren. Besonders gefreut hat mich, dass wir wieder eine Masterfeier im feierlichen Rahmen abhalten konnten. Es ist schön, unsere jungen Absolventinnen und Absolventen zu solch einem frohen Anlass noch einmal zu treffen und Revue passieren zu lassen, was für vielfältige und eindrucksvolle Arbeiten sie abgeliefert haben. Die meisten von ihnen haben ihre beruflichen Karrieren fortgesetzt, sind mitten im PhD oder können bei unterschiedlichen Firmen ihr Knowhow einsetzen.

Neben solch erfreulichen Anlässen, gab es auch traurige Momente. Im letzten Monat ist sehr überraschend Peter Reimann, ein langjähriger Mitarbeiter des Departements Physik und Mitglied des SNI, verstorben. Er hat nicht nur durch seine Forschung Impulse gesetzt, sondern sich auch begeistert in der Öffentlichkeitsarbeit engagiert und damit zahlreichen Menschen Forschung und Wissenschaft nähergebracht.

Die Öffentlichkeit zu erreichen und Themen, die uns in der Wissenschaft beschäftigen, zu teilen, gelingt immer öfter auch über bewegte Bilder. Simone Pengue, Doktorand im Team des Argovia-Professor Roderick Lim, engagiert sich neben seiner Forschung auf diesem Gebiet. Sein Einsatz hier wurde belohnt und sein Film über vergessene Daten mit dem Prix Média Newcomer ausgezeichnet. Wir berichten in diesem «SNI INSight» über seine Motivation diesen Film zu produzieren.

Gleich am Anfang dieser Ausgabe von «SNI INSight» dreht sich alles um Enzyme – jedoch nicht um jene, die wir aus der Natur kennen, sondern um künstliche Enzyme, die ganz neue Synthesewege versprechen und in der Gruppe von Thomas Ward erforscht werden.

Neue Einblicke erhoffen wir uns auch durch das neue Rastertransmissions-Elektronenmikroskop, das jetzt im Nano Imaging Lab für die unterschiedlichsten Analysen bereitsteht. Das SNI hat nicht nur zur Anschaffung dieses Mikroskops wesentlich beigetragen, sondern war auch einer der Hauptsponsoren eines Rasterelektronenmikroskop im Technorama in Winterthur. Zurzeit arbeiten wir an einem gemeinsamen Programm, bei dem das Gerät zum Einsatz kommen kann. Daneben haben wir Heidi und Patrick Potts, zwei ehemalige Studierende des Nanostudium, interviewt, die nach verschiedenen Stationen nun wieder in Basel gelandet sind. Die beiden haben ihre Ausbildung gemeinsam begonnen und dann verschiedene Karrieren eingeschlagen. Sie zeigen beispielhaft, was mit einer breiten Grundausbildung durch einen Nano-Bachelor alles möglich ist.

Viel Spass bei diesen und anderen Geschichten aus dem SNI-Umfeld. Ich wünsche nun allen entspannte, friedliche Feiertage und dann einen guten Start in ein gesundes und erfolgreiches 2022!

Mit den besten Grüssen

Christian Schönenberger

Prof. Dr. Christian Schönenberger, SNI-Direktor