Neuigkeiten aus dem SNI-Netzwerk

(Illustration: Departement Physik, Universität Basel)

Effizientes Ventil für Elektronenspins
Forscher der Universität Basel haben zusammen mit Kolleginnen aus Pisa ein neues Konzept entwickelt, das den Eigendrehimpuls (Spin) von Elektronen verwendet, um elektrischen Strom zu schalten. Neben der Grundlagenforschung könnten solche Spin-Ventile auch Anwendung in der Spintronik finden – einer Art Elektronik, die statt der Ladung der Elektronen ihren Spin ausnutzt. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal «Communications Physics» veröffentlicht.

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Veröffentlichung in «Communication Physics»

 

(Illustration: Nadine Leisgang und Lorenzo Ceccarelli, Departement Physik, Universität Basel)

Stark lichtabsorbierendes und regelbares Material entwickelt
Physiker der Universität Basel haben durch die Schichtung verschiedener zweidimensionaler Materialien eine neue Struktur geschaffen, die Licht einer wählbaren Wellenlänge fast vollständig absorbiert. Sie erreichen dies mithilfe von zweilagigem Molybdändisulfid. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaften der neuen Struktur ist eine Anwendung als optisches Bauteil oder als Quelle für einzelne Photonen denkbar, die in den Quantenwissenschaften eine wichtige Rolle spielen. Das Fachjournal «Nature Nanotechnology» hat diese Ergebnisse veröffentlicht.

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Veröffentlichung in «Nature Nanotechnology»

 

(Illustration: Departement Physik, Universität Basel)

Winziges Instrument misst kleinste Magnetfelder
Physiker der Universität Basel haben ein winziges Instrument entwickelt, das kleinste Magnetfelder detektieren kann. Dieses supraleitende Quanteninterferometer beruht auf zwei atomaren Lagen Graphen, welche die Forschenden mit Bornitrid kombinierten. Instrumente wie dieses finden beispielsweise Anwendung in der Medizin, aber auch in der Erforschung neuer Materialien.

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Veröffentlichung in «Nano Letters»

 

(Mikroskopische Aufnahme: Departement Chemie, Universität Basel)

Bioaktive Nanokapseln steuern das Zellverhalten
Viele Erkrankungen beruhen darauf, dass bestimmte Signalwege von Körperzellen ausfallen oder aus dem Ruder laufen. Künftig könnten bioaktive Nanokapseln in der Medizin helfen, solche Signalwege gezielt zu steuern. Forschenden der Universität Basel ist hierbei ein wichtiger Schritt gelungen: Sie liessen verschiedene Nanokapseln erfolgreich zusammenarbeiten, um eine natürliche Signalkaskade zu verstärken und das Zellverhalten zu beeinflussen.

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Veröffentlichung in «ACS Nano»

 

 

Wie Bakterien ihren Schutzschild stärken
Forschende der Universität Basel haben einen neuen Mechanismus entdeckt, mit dem Bakterien sicherstellen, dass ihre äussere Zellhülle auch bei widrigen Umständen intakt und funktionsfähig bleibt. Dieser Mechanismus ist für das Überleben von Krankheitserregern im befallenen Organismus wichtig. Die Studie liefert neue Einblicke zur Bekämpfung von Infektionen.

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Veröffentlichung in «Science Advances»

 

(Departement Chemie, Universität Basel)

Die künstliche Zelle auf einem Chip
Forschende der Universität Basel haben ein exakt kontrollierbares System entwickelt, um biochemische Reaktionskaskaden in Zellen nachzuahmen. Sie nutzen die Mikrofluid-Technik um Mini-Reaktionscontainer aus Polymeren herzustellen, die sie mit den gewünschten Eigenschaften ausstatten. Nützlich ist diese «Zelle auf einem Chip» nicht nur für die Erforschung von Prozessen in Zellen, sondern auch für die Entwicklung neuer Synthesewege für chemische Anwendungen oder für biologische Wirkstoffe in der Medizin.

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Veröffentlichung in «Advanced Materials»

 

 

 

Lichtblicke im Advent
Draussen wird es kälter, die Abende werden länger und viele Freizeitangebote finden zurzeit nicht statt. Zum Glück kommt jetzt die Adventszeit, in der wir es uns mit Lichtern und Guetzli zuhause gemütlich machen können. Damit das nicht zu langweilig wird, zeigt das Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel in der Adventszeit weihnachtliche Experimente, die zum Mitmachen einladen.

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Experimentier-Videos und Erklärungen

 

(Abbildung: Departement Physik und Nano Imaging Lab, SNI, Universität Basel)

Schnelle und sensitive Identifizierung multiresistenter Keime
Forschende der Universität Basel haben ein empfindliches Testsystem entwickelt, mit dem schnell und zuverlässig Resistenzen von Bakterien nachgewiesen werden können. Das System basiert auf winzigen, funktionalisierten Federbalken, die sich bei Bindung von Probenmaterial verbiegen. Bei den Untersuchungen reichte die Probenmenge von nur 1-10 Bakterien aus, um einen Nachweis von Resistenzen zu liefern.

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(Bild: Departement Chemie, Universität Basel)

ERC Consolidator Grant für Christof Sparr
Der Europäische Forschungsrat (ERC) zeichnet drei Forscher der Universität Basel mit einem der begehrten ERC Consolidator Grants aus. Einer davon ist Prof. Dr. Christof Sparr vom Departement Chemie.

Er forscht an neuen Synthesemethoden, um die Konfiguration von Stereoisomeren mit stereogener Elemente höherer Ordnung durch Katalysatoren kontrollieren zu können. Dabei handelt es sich um Moleküle, bei denen das Bindungsverhältnis gleich ist, die sich aber in der räumlichen Anordnung der Atome unterscheiden.

Auszug aus der Medienmitteilung der Universität Basel