Ein Abend rund um Nanotechnologie

Am 29. Oktober kamen über fünfzig Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zum Nano-Tech Apéro des Swiss Nanoscience Institutes (SNI) zusammen. Dieses Jahr war die Firma Dectris in Baden-Dättwil Gastgeber des Anlasses. Der Nano-Tech Apéro wird jährlich vom SNI organisiert, um über angewandte Forschungsprojekte, die im Rahmen des Nano-Argovia-Programms durchgeführt werden, zu informieren und Vertretern aus Industrie und Wissenschaft die Möglichkeit zum Austausch zu geben.

Vielfältige Information und die Möglichkeit miteinander zu diskutieren – das bot der Nano-Tech Apéro des Swiss Nanoscience Institute, der in diesem Jahr bei Dectris Ltd. in Baden-Dättwil stattfand.

Interessante Führung
Nach einer kurzen Begrüssung konnten sich alle Teilnehmenden bei einem Rundgang durch die beeindruckenden Räumlichkeiten von Dectris Ltd. davon überzeugen, wie Detektor-Technologie aus dem Kanton Aargau die Welt erobert. Im Anschluss an diese interessante Führung berichteten Projektleiter verschiedener angewandter Forschungsprojekte von ihren Ergebnissen. «Die Vielfalt der Projekte, bei denen Nanotechnologie eine entscheidende Rolle spielt und die wir in unserem Nano-Argovia-Programm fördern, ist immer wieder faszinierend», bemerkt Christian Schönenberger.

Vielfältige Ansätze
Bei den vorgestellten Projekten ging es um Nanosensoren, die in den Materialwissenschaften oder für Fehleranalysen in der Halbleiterindustrie eingesetzt werden können. Die junge Firma Qnami entwickelt diese auf Diamanten basierenden Sensoren. Ein weiteres vorgestelltes Projekt mit CIS Pharma AG hat zum Ziel neuartige, nanostrukturierte Zahnimplantate zu entwickeln, welche die Regeneration von Knochen und Weichteilen im Kiefer- und Mundbereich unterstützen und patientenspezifisch durch 3D-Druck hergestellt werden können. Um die Weiterentwicklung von sogenannten Redoxfluss-Batterien ging es in einem dritten präsentierten Projekt. Hierbei untersuchen Forschende in Zusammenarbeit mit der Firma Aigys AG die Verwendung von dispergierten Eisenpartikeln, um einen umweltverträglichen und günstigen Energiespeicher für Grossanwendungen zu optimieren.

Aufbau von Kontakten
Weitere Projekte beispielsweise die Entwicklung eines auf Origami basierenden Herzmodells oder eines Detektors für Pestizide im Wasser wurden im Rahmen der anschliessenden Postersession vorgestellt. In lockerer Atmosphäre bot die Postersession und der anschliessende Apéro den anwesenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern eine ideale Gelegenheit über die unterschiedlichen Forschungsansätze weiter zu diskutieren, aber auch neue Ideen zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen.

Ein kurzer Video-Clip gibt einen Überblick über den diesjährigen Nano-Tech Apéro.

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