Neuigkeiten aus dem Netzwerk

Geometrie eines Elektrons erstmals bestimmt
Physiker der Universität Basel können erstmals zeigen, wie ein einzelnes Elektron in einem künstlichen Atom aussieht. Mithilfe einer neu entwickelten Methode sind sie in der Lage, die Aufenthaltswahrscheinlichkeit eines Elektrons im Raum darzustellen. Dadurch lässt sich die Kontrolle von Elektronenspins verbessern, die als kleinste Informationseinheit eines zukünftigen Quantencomputers dienen könnten. Die Experimente wurden in «Physical Review Letters» und die Theorie dazu in «Physical Review B» veröffentlicht. Originalbeiträge: https://journals.aps.org/prl/abstract/10.1103/PhysRevLett.122.207701, https://journals.aps.org/prb/abstract/10.1103/PhysRevB.99.085308

 

Nationales Technologietransferzentrum ANAXAM soll Brücke zwischen Forschung und Industrie bilden — Das Paul Scherrer Institut, die Fachhochschule Nordwestschweiz, das Swiss Nanoscience Institute und der Kanton Aargau gründen zusammen mit Industriepartnern einen Trägerverein.
Forschungsinstitutionen forschen, industrielle Unternehmen produzieren. Das national tätige Technologietransferzentrum ANAXAM soll eine Brücke zwischen den beiden Welten bilden. Das Paul Scherrer Institut (PSI), die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), das Swiss Nanoscience Institute (SNI) und der Kanton Aargau bewerben sich um ein vom Bund unterstütztes Advanced Manufacturing Technologie Transfer Center (AM-TTC). Das Projekt ANAXAM (Analytics with Neutrons and XRays for Advanced Manufacturing) basiert auf dem weltweit anerkannten Knowhow des PSI im Bereich Neutronen- und Röntgen-Analytik. Medienmitteilung Kanton Aargau: https://www.ag.ch/de/aktuelles/medienportal/medienmitteilung/medienmitteilungen/mediendetails_123972.jsp

 

Neue Inhalte: Neuronale Parkinson-Einschlüsse sind anders als gedacht
Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung des Biozentrums der Universität Basel hinterfragt die gängige Ursache von Parkinson. Die Forscher konnten nachweisen, dass die für Parkinson charakteristischen Einschlüsse in den Nervenzellen des Gehirns in den meisten Fällen nicht aus Proteinfibrillen bestehen, sondern vielmehr aus einem Gemenge von Membran-fragmenten. Die in «Nature Neuroscience» publizierte Studie wirft neue Fragen zur Entstehung von Parkinson auf. Originalbeitrag: https://doi.org/10.1038/s41593-019-0423-2

 

Bessere Wärmeleitfähigkeit durch geänderte Atomanordnung
Die Anpassung der Wärmeleitfähigkeit von Materialien ist eine aktuelle Herausforderung in den Nanowissenschaften. Forschende der Universität Basel haben mit Kollegen aus den Niederlanden und Spanien gezeigt, dass sich allein durch die Anordnung von Atomen in Nanodrähten atomare Vibrationen steuern lassen, welche die Wärmeleitfähigkeit bestimmen. Die Wissenschaftler veröffentlichten die Ergebnisse kürzlich im Fachblatt «Nano Letters». Originalbeitrag: http://pubs.acs.org/doi/10.1021/acs.nanolett.9b01775

 

Verborgene Seiten der Kristalle sichtbar machen
Im Nano-Agovia-Projekt A3EDPI haben Wissenschaftler um Dr. Tim Grüne gezeigt, dass sich Elektronendiffraktion zur Strukturanalyse von nanoskaligen Materialien eignet. Jetzt stellen sie in «Nature Communications» dreidimensionale Probenträger vor, die eine komplette Datenerfassung ermöglichen.
Medienmitteilung Universität Wien: https://medienportal.univie.ac.at/presse/aktuelle-pressemeldungen/detailansicht/artikel/verborgene-seiten-der-kristalle-sichtbar-machen/
Originalbeitrag: https://www.nature.com/articles/s41467-019-11326-2

 

Silizium als Halbleiter: Siliziumkarbid wäre viel effizienter
In der Hochleistungselektronik basieren die Halbleiter auf dem Element Silizium – dabei wäre die Energieeffizienz von Siliziumkarbid deutlich höher. Was den Einsatz dieser Verbindung aus Silizium und Kohlenstoff noch behindert, zeigen Physiker der Universität Basel, des Paul Scherrer Instituts und ABB in der Fachzeitschrift «Applied Physics Letters».

Originalbeitrag:

 

Kurze Zusammenfassungen dieser Arbeiten finden Sie unter: https://nanoscience.ch/de/media-2/aktuelle-medienmitteilungen/