Nanowissenschaftler beim Maimarkt in Lenzburg

Von Wissenschaftlern wird immer wieder verlangt, ihren Elfenbeinturm zu verlassen und persönlich mit der Öffentlichkeit zu kommunizieren. Genau das hat Professor Christian Schönenberger, Direktor des Swiss Nanoscience Institute an der Universität Basel, mit seinem Team vergangenen Mittwoch am Maimarkt in Lenzburg getan. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institute, das vom Kanton Aargau und der Universität Basel unterstützt wird, verbrachten den Tag an einem Marktstand in der Torgasse. Sie informierten mit einigen Aktivitäten Besucherinnen und Besucher über ihre Forschung rund um die Nanowissenschaften.

Für das Team um Professor Christian Schönenberger von der Universität Basel war der Maimarkt in Lenzburg eine gute Gelegenheit, die Faszination für die Nanowelt weiterzugeben, zu erklären, was Nanoforschung eigentlich ist und in welchen Bereichen diese zu Anwendungen führen kann. Der Kanton Aargau hat bereits vor vielen Jahren erkannt, dass grosses Potenzial in der Nanoforschung und der sich daraus entwickelnden Nanotechnologie liegt. Daher wurde mit der Gründung des Swiss Nanoscience Institute vor 12 Jahren begonnen, diese Forschung zu unterstützen. Zahlreiche Projekte, auch in Zusammenarbeit mit verschiedenen Aargauer Firmen, haben in der Zwischenzeit zu neuen Erkenntnissen geführt.

Beim Maimarkt ging es jedoch nicht um spezifische wissenschaftliche Fragestellungen. Stattdessen lockte ein Glücksrad und die Chance auf einen Gewinn zahlreiche Besucher an. Ein Rätsel, bei dem elektronenmikroskopische Vergrösserungen von Pollen den entsprechenden Pflanzen zugeordnet werden konnten, wurde vor allem von Kindern gerne gelöst. Die jungen Besucher konnten dann sogar noch ein kleines Experiment durchführen und sich dabei selbst ein bisschen wie ein Forscher fühlen.

«Es ist schön für uns zu sehen, wie gross das Interesse für die Nanowissenschaften ist und dass wir hier einen kleinen Einblick in die Welt geben können, mit der wir uns tagtäglich beschäftigen. Am Ende des Tages wissen jetzt ein paar Menschen mehr, dass ein Nanometer nur ein Millionstel Millimeter gross ist», kommentierte Christian Schönenberger die Aktivität seines Teams, die sicher in Zukunft wiederholt werden wird.

Swiss Nanoscience Institute

Das Swiss Nanoscience Institute (SNI) an der Universität Basel ist ein Exzellenzzentrum für Nanowissenschaften und Nanotechnologie. Es wurde 2006 vom Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet, um Forschung, Ausbildung und Technologietransfer in den Nanowissenschaften und der Nanotechnologie in der Nordwestschweiz zu fördern. Zu dem SNI-Netzwerk gehören verschiedene Departemente der Universität Basel, das Paul Scherrer Institut, die Fachhochschule Nordwestschweiz, das Departement Biosysteme der ETH Zürich in Basel und das CSEM in Muttenz. In diesem Netzwerk wird grundlagenwissenschaftliche Forschung in ganz unterschiedlichen Bereichen betrieben. Zudem werden im Rahmen des Nano-Argovia-Programmes zahlreiche angewandte Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Nordwestschweiz unterstützt. Grossen Wert wird am SNI auch auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gelegt und sowohl ein Bachelor- wie auch ein Masterstudium in Nanowissenschaften sowie eine Doktorandenschule angeboten (www.nanoscience.ch).

 

Weitere Auskünfte:

Dr. Christel Möller, Swiss Nanoscience Institute, Universität Basel, Klingelbergstrasse, 4056 Basel, c.moeller@unibas.ch, +41 61 207 37 96