Nanoscience in the Snow

Seit Gründung der SNI-Doktorandenschule im Jahr 2012 gehört die Winterschule «Nanoscience in the Snow» (NiS) zum festen Programm. Das dreitägige Meeting bietet den Doktorandinnen und Doktoranden eine ideale Gelegenheit sich über Forschung auszutauschen, ihren Horizont zu erweitern, Kontakte mit den eingeladenen Wissenschaftlern zu knüpfen und Spass im Schnee und miteinander zu haben.

Bei der Winterschule des SNI präsentieren alle Dok-torierenden ihre Forschungsprojekte in Form eines Vortrags oder Posters und fördern damit den interdisziplinäre Austausch. «Ich bin beeindruckt von der Fähigkeit der SNI-Doktorandinnen und Doktoranden Wissenschaft über verschiedene Disziplinen hinweg zu diskutieren und vom sozialen Zusammenhalt der Gruppe,» bemerkte Christof Sparr nach dem Meeting. (Bilder: Wojciech Szmyt).

Der Leiter der SNI-Doktorandenschule, Dr. Andreas Baumgartner, organisierte in diesem Jahr zum ersten Mal die Winterschule, die sein Vorgänger Dr. Michel Calame einst ins Leben gerufen hatte. Andreas Baumgartner lud die 30 Teilnehmer dazu ins Hotel Regina nach Mürren ein.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Schilthorns widmeten sich die jungen Forscher den unterschiedlichen Themen, die sie im Rahmen ihrer Doktorarbeiten bearbeiten. Dabei reichte das Spektrum der Vorträge von neuen Materialien wie Graphen und Kompositmaterialien mit Nanoröhrchen über die Untersuchung von Reibung, ultrakalten Atomen, dem Elektronentransfer, Proteinkristallen bis zu Kernporenkomplexen und der Entwicklung von Schutzmassnahmen gegen die Verbreitung von Malaria.

Die vier geladenen Sprecher Prof. Anatole von Lilienfeld, Prof. Christof Sparr (beide Departement Chemie, Universität Basel), Rainer Jäggi (Roche Diagnostics) und Prof. Christian Schönenberger (Departement Physik, Universität Basel) unterstützten mit den von ihnen präsentieren Aspekten ihrer Forschungsgebiete den interdisziplinären Austausch. Anatole von Lilienfeld sprach darüber, wie mithilfe von Algorithmen Computerprogramme selbständig Wissen generieren und zur Vorhersage chemischer Prozesse und Reaktionen genutzt werden können. Christof Sparr erklärte neue Synthesemethoden für chirale Verbindungen, die als strukturelle Bausteine für verschiedene Anwendungen verwendet werden. Rainer Jäggi verschaffte den Anwesenden einen Einblick in die in vitro Diagnostik und die damit verbundene Forschung bei Roche Diagnostics. Christian Schönenberger berichtete über zehn Jahre Forschung an verschränkten Elektronenpaaren und den damit verbundenen ups and downs, wobei sich die Beharlichkeit ausgezahlt hat, wie er berichtet. «Heute können wir paarweise verschränkte Elektronen mit fast 100%-tiger Effizienz gezielt erzeugen.»

Eine Postersession bis spät in die Nacht des ersten Tages bot allen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Möglichkeit ihre Forschung zu präsentieren und sich über die vielfältigen Forschungsgebiete, die in der interdisziplinären SNI-Doktorandenschule bearbeitet werden, zu informieren. Zwischendurch gab es für alle genügend Gelegenheit für ein paar schnelle Abfahrten, eine Runde Schach, Networking und leckere Mahlzeiten, mit denen das Team vom Hotel Regina seine Gäste verwöhnte.

Auf unserer Webseite finden Sie einen kurzen Clip, der einige Impressionen dieser intensiven Winterschule zeigt.

https://nanoscience.ch/de/forschung/phd-programm/impressionen/