Nano-Tech Apéro in Brugg

Am 15. Februar trafen sich über 40 Nanotechnologie-Experten zu einem interdisziplinären Austausch bei BRUGG Flex in Brugg. Die vom Swiss Nanoscience Institute in Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum Aargau (HTZ) organisierte Veranstaltung brachte Wissenschaftler von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Industrievertretern zusammen, um über erfolgreiche Projekte des Nano-Argovia-Programmes für angewandte Forschungsprojekte des SNI zu diskutieren.

Gastgeber Michael Siegfried von der Firma BRUGG lifting AG stellte das Projekt «MicroSlide» vor. Hier wird untersucht, wie sich die Gleit- und Verschleisseigenschaften von Flachriemen, die beispielsweise in Aufzügen zum Einsatz kommen, verbessern lassen. Den Forschern dient dabei die Natur als Vorbild, denn im Tierreich gibt es zahlreiche Beispiele, wie durch eine besondere Oberflächenstruktur eine Fortbewegung mit wenig Reibung unterstützt wird. In einem anderen Vortrag berichtet Philipp Gruner von Medicoat über seine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus dem SNI-Netzwerk, um biokeramische Knochenersatzmaterialien mechanisch stabiler zu machen. Das Team nutzt bei einem 3D-Druckprozess eine keramische «Nanotinte», die bei der anschliessenden weiteren Verarbeitung die Dichte des Materials erhöht und damit in bestimmten Bereichen des Implantats zu einer höheren Stabilität führt.

Weitere Vorträge sowie eine Posterausstellung, in der alle zurzeit laufenden Projekte des Nano-Argovia-Programmes von ihren Projektleitern vorgestellt wurden sowie die Besichtigung des Showrooms BRUGG rundeten den Nachmittag ab. Für die über 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gab es zahlreiche spannende Diskussionsthemen rund um Nanowissenschaften und Nanotechnologien, die im Wirtschaftsstandort Aargau in Industrie und Forschung von hoher Relevanz sind.