Nano-Tech Apéro in Brugg

 

Am 15. Februar treffen sich Nanotechnologie-Experten zu einem interdisziplinären Austausch in Brugg. Die vom Swiss Nanoscience Institute in Zusammenarbeit mit dem Hightech Zentrum Aargau organisierte Veranstaltung bringt Wissenschaftler von Hochschulen und Forschungseinrichtungen mit Industrievertretern zusammen, um über erfolgreiche Projekte des Nano-Argovia-Programmes für angewandte Forschungsprojekte des SNI zu diskutieren.

Das Swiss Nanoscience Institute, das 2006 auf Initiative des Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet wurde, unterstützt im Rahmen seines Nano-Argovia-Programmes angewandte Forschungsprojekte in der Nanotechnologie. Bei den Projekten arbeiten Wissenschaftler von Forschungseinrichtungen aus der Nordwestschweiz mit Industrieunternehmen zusammen, um nanowissenschaftliche Fragestellungen zu bearbeiten und eine Brücke zwischen Wissenschaft und Anwendung zu bauen.

Nanotechnologie im Aargau von hoher Relevanz
Bei dem Nano-Tech Apéro, der am 15. Februar bei BRUGG Flex in Brugg stattfindet, berichten sowohl Firmenvertreter wie auch Wissenschaftler über ihre Projekte im Nano-Argovia-Programm. So stellt bespielweise Michael Siegfried von der Firma BRUGG lifting AG das Projekt «MikroSlide» vor. Hier wird untersucht, wie sich die Gleit- und Verschleisseigenschaften von Flachriemen, die beispielsweise in Aufzügen zum Einsatz kommen, verbessern lassen. Den Forschern dient dabei die Natur als Vorbild, denn im Tierreich gibt es zahlreiche Beispiele, wie durch eine besondere Oberflächenstruktur eine gleitende Fortbewegung mit wenig Reibung unterstützt wird.

In einem anderen Vortrag berichtet Philipp Gruner von Medicoat AG über seine Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus dem SNI-Netzwerk, um biokeramische Knochenersatzmaterialien mechanisch stabiler zu machen. Das Team nutzt bei einem 3D-Druckprozess eine keramische «Nanotinte», die bei der anschliessenden weiteren Verarbeitung die Dichte des Materials erhöht und damit in bestimmten Bereichen des Implantats zu einer höheren Stabilität führt.

Weitere Vorträge sowie eine Posterausstellung und die Besichtigung des Showrooms BRUGG bieten den über 40 Teilnehmern des informativen Nachmittags spannende Diskussionthemen rund um das Thema Nanowissenschaften und Nanotechnologie, das im Wirtschaftsstandort Aargau in Industrie und Forschung von hoher Relevanz ist.

Swiss Nanoscience Institute
Das Swiss Nanoscience Institute (SNI) an der Universität Basel ist ein Exzellenzzentrum für Nanowissenschaften und Nanotechnologie. Es wurde 2006 vom Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet, um Forschung, Ausbildung und Technologietransfer in den Nanowissenschaften und der Nanotechnologie in der Nordwestschweiz zu fördern. Zu dem SNI-Netzwerk gehören verschiedene Departemente der Universität Basel, das Paul Scherrer Institut, die Fachhochschule Nordwestschweiz, das Departement Biosysteme der ETH Zürich in Basel und das CSEM in Muttenz. In diesem Netzwerk wird grundlagenwissenschaftliche Forschung in ganz unterschiedlichen Bereichen betrieben. Zudem werden im Rahmen des Nano-Argovia-Programmes zahlreiche angewandte Forschungsprojekte in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Nordwestschweiz unterstützt. Grossen Wert wird am SNI auch auf die Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses gelegt und sowohl ein Bachelor- wie auch ein Masterstudium in Nanowissenschaften sowie eine Doktorandenschule angeboten (www.nanoscience.ch).

 

Weiterführende Information über das SNI:  www.nanoscience.ch

 

Weitere Auskünfte:

Dr. Christel Möller
Swiss Nanoscience Institute
Klingelbergstrasse 82
Ch – 4056 Basel
Schweiz
c.moeller@unibas.ch
+41 61 207 3796