Monica Schönenberger

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Interesse an Laborarbeit
Die 41-jährige Monica Schönenberger ist im Raum Basel aufgewachsen. Sie besuchte das Gymnasium in Liestal und entschloss sich nach der Matur Pharmazie zu studieren. Ursprünglich hatte sie dabei im Sinn später einmal in einer Apotheke zu arbeiten. Im Laufe des Studiums entwickelte Monica jedoch ein immer grösser werdendes Interesse an der Arbeit im Labor und strebte daher eher eine Anstellung in der Industrie an. So absolvierte sie nach Abschluss ihres Studiums ein Praktikum bei Novartis Consumer Health in Nyon und bewarb sich auf eine Promotionsanstellung bei F. Hoffmann-La Roche in Basel. Hier hatte sie nun zum ersten Mal Kontakt mit den Nanowissenschaften. In ihrer Doktorarbeit sollte sie mit Hilfe des Rasterkraftmikroskops die Adsorption von Proteinen an Glasoberflächen untersuchen. Die Roche-Wissenschaftler hatten nämlich festgestellt, dass in Flüssigkeiten einige Proteine in geringerer Konzentration gelöst waren als erwartet, da sie teilweise an den Oberflächen von Glasgefässen wie Fertigspritzen hafteten. Sie waren daraufhin an Professor Güntherodt vom Departement für Physik an der Universität Basel herangetreten und hatten ihn gebeten dieses Problem zu untersuchen. Dr. h.c. Peter Reimann und Vreni Thommen aus dem Güntherodt-Team hatten bereits mit Voruntersuchungen begonnen. Monica Schönenberger ging der Sache in ihrer Doktorarbeit dann genauer auf den Grund und empfahl abschliessend silikonisierte Gläser zu verwenden, da damit die Adsorption zu verhindern war.

Leiterin des Nanotech Service Labs
Im Anschluss an die Doktorarbeit kehrte Monica wieder zurück zur Pharmazie. Sie trat eine Stelle als Projektleiterin bei der Mepha AG, einer Generika-Firma in Aesch, an. Dort hatte sie ein kleines Team und war für die Galenik und Analytik neuer Produkte verantwortlich, bis im Jahr 2005 ihr Sohn Philip geboren wurde. Da die Aufgabe nicht in Teilzeit zu erledigen war, verliess Monica die Firma und bekam Anfang 2006 eine Teilzeitanstellung in der Gruppe von Professor Ernst Meyer. In dieser Anstellung am Departement Physik der Universität Basel untersuchte und manipulierte sie beispielsweise Nanopartikel unter dem AFM und betreute eine Doktorandin. Monica legte eine Pause ein, als 2008 ihr zweiter Sohn Mike geboren wurde. Danach kam sie wieder in das Team von Ernst Meyer bis sie 2009 als Application Scientist zu Nanosurf wechselte. Nach einem Jahr fragte dann Peter Reimann, Leiter der Technologie-Abteilung im Departement Physik bei ihr an, ob sie die Verantwortung für das Nanotech Service Lab übernehmen wolle.

Flexibilität und Engagement
Der Werdegang von Monica zeigt ziemlich klar auf, wo ihre Stärken liegen. Sie ist flexibel und kann sich gut auf neue Herausforderungen einstellen. Eigenschaften, die ihr helfen, ihre Aufgabe im Nanotech Service Lab zu erfüllen. Hier muss sie sich nämlich auf ganz unterschiedliche Kundenwünsche einstellen. So treten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Departementen Physik und Chemie an sie heran, um rasterkraftmikroskopische Untersuchungen von ihr